Jahreslied

Jahreslied

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Die beste Zeit im Jahr ist mein

Im Jahr des 500-jährigen Reformationsjubiläums haben wir uns einen Luther-Choral als Jahreslied ausgesucht. Viele seiner neuen reformatorischen Gedanken hat Martin Luther nicht nur in unzähligen Schriften und Predigten, sondern auch in seinen bekannten Liedern wie „Ein feste Burg ist unser Gott“, „Erhalt uns Herr bei deinem Wort“ und anderen zum Ausdruck gebracht. Viele Gedanken waren neu und prägen unsere Theologie bis heute: Die unbedingte Grundlegung unseres Glaubens auf das Wort Gottes, die bedingungslose Freundlichkeit Gottes, der seine Liebe zu uns nicht von unseren Werken abhängig macht, und die daraus resultierende große innere Freiheit eines Christenmenschen.

Luther war durch und durch Theologe und ein Mann des Wortes. Zugleich aber liebte er die Musik über alles. Er bezeichnete sie als „köstliche Gabe Gottes“, er hat gern gesungen und Laute gespielt.

Das Lied „Die beste Zeit im Jahr ist mein“ ist Teil eines längeren Gedichtes, das Martin Luther als „Vorrede für alle guten Gesangbücher“ verfasst hat. Als Lied bekannt geworden ist dieses Gedicht aber erst vor genau 100 Jahren durch die Melodie von Karl Lütge.

Das neue Jahreslied soll uns also durch das Jahr 2017 begleiten.

Mit herzlichen Grüßen
das Team der Cornelius-Kirchengemeinde

Ute Carlsen, Willkommen in Süderelbe (Sopran)
Susanne Jönsson, Gemeindesekretärin (Sopran)
Stefanie Jürgensen, Spielkreisleiterin (Sopran)
Angela Lindmüller, Religionspädagogin (Alt)
Corinna Senf, Pastorin (Alt)
Jan Keßler, Popularkirchenmusiker (Tenor)
Gerhard Janke, Pastor (Bass)

Die beste Zeit im Jahr ist mein,
Da singen alle Vögelein.
Himmel und Erden ist der voll,
Viel gut Gesang der lautet wohl.

Voran die liebe Nachtigall
Macht alles fröhlich überall
Mit ihrem lieblichen Gesang,
Des muss sie haben immer Dank.

Viel mehr der liebe Herre Gott,
Der sie also geschaffen hat
Zu sein die rechte Sängerin,
Der Musika ein Meisterin.

Dem singt und springt sie Tag und Nacht,
Seins Lobes sie nichts müde macht;
Den ehrt und lobt auch mein Gesang
Und sagt ihm einen ewgen Dank.

Text: Martin Luther 1538
Melodie: Karl Lütke 1917

Evangelisches Gesangbuch 319

 

Jahreslied 2015

Jahreslied 2015

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Die Worte und der Klang sind sehr feierlich, fast ein wenig pathetisch – so große Gefühle weckt ein Sonnenaufgang über dem Meer bei uns Küstenbewohnern. Die Schönheit von Gottes Schöpfung und die Schönheit der Musik erreichen des Menschen Herz gleichermaßen, und wir singen dieses Lied nun häufig und gern bei vielen Gelegenheiten.

 

Mit herzlichen Grüßen
das Team der Cornelius-Kirchengemeinde

Sieh, da hebt die Sonne sich übers Meer.
Luft und Welle lodern rot um sie her,
Licht, dem stummer Jubel entgegenschlägt,
wenn es an der Küste der Welt anlegt.

Atem will ich holen, so tief ich kann,
will dem Schöpfer singen: Mein Tag bricht an!
Dank dir, dass die Freude mir wiederkehrt,
meiner Nacht und Sünde den Sieg verwehrt!

Dank, dass du die Sonne mich fühlen lässt!
Leib und Seele feiern ein Morgenfest.
Wenn das Dunkel schwindet, das Seelenweh,
sag ich’s neu: Dein Wille, mein Gott, gescheh!

Lass mich denn einst ziehen mit letzter Fracht,
lass hinaus mich segeln aufs Meer der Nacht:
Du bist ja mein Vater, o Gott des Lichts,
deine Hand entreißt mich dem Netz des Nichts.

Sieh, dann hebt die Sonne sich übers Meer
und vertreibt auf immer, was schwarz und leer.
O der Siegesjubel! Das Licht liegt hell
auf des Lebens Küste, steht ewig still.

Text: Jürgen Henkys nach dem dänischen „Se, nu stiger solen af havets skød“von Jakob Knudsen
Melodie: Oluf Ring um 1891

Evangelisches Gesangbuch (Nordelbien) 629

Jahreslied 2016

Schriftzug: Ich schenk Dir ein Lied

Jahreslied 2016

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Das Lied „Himmel, Erde, Luft und Meer“ beschreibt in fünf Strophen die Schönheit der Schöpfung, um in solcher Andacht der Natur dann in der letzten Strophe das Gotteslob anzustimmen. Und man könnte fragen, ob dieses Lied – bzw. unsere Auswahl für das Jahreslied 2016 – nicht vielleicht ein wenig zu naiv optimistisch ist angesichts der Probleme unserer Zeit.

Die Zeit des Liederdichters jedoch war keineswegs erfreulicher. Joachim Neander wurde unmittelbar nach dem 30. Jährigen Krieg geboren. Europa war verheert und lag am Boden, marodierende Truppen mordeten und plünderten, was übrig geblieben war, die Pest und andere Krankheiten trafen die Menschen als weitere Geißeln. Neander verlor seine Eltern früh, konnte sein Studium aus Geldmangel nicht zu Ende führen, schlug sich als Hauslehrer und Erweckungsprediger durch, erfuhr aber auch darin viel Gegenwind. Im Alter von nur 30 Jahren starb er an einer nicht näher bekannten Krankheit.

Nein, dieses Lied ist nicht gedichtet, um die Nöte der Zeit zu übertünchen. Aber der Mut, den man braucht, um die Aufgaben des Tages anzupacken, braucht Nahrung und Motivation. Joachim Neander und viele nach ihm haben entdeckt, dass die Betrachtung der Schönheit des Himmels, der sich auch über einer geschundenen Welt wölbt, das Herz dankbar und ehrfürchtig macht und es stärkt, um als Gehilfe des Schöpfers in die Hände zu spucken und den Garten der Welt zu pflegen.

 

Mit herzlichen Grüßen
das Team der Cornelius-Kirchengemeinde

Meike Barnahl, Pastorin (Sopran)
Susanne Jönsson, Gemeindesekretärin (Sopran)
Stefanie Jürgensen, Spielkreisleiterin (Sopran)
Janina Pfaffner, Religionspädagogin (Alt)
Angela Lindmüller, Religionspädagogin (Alt)
Wolfgang Voigt, Pastor (Tenor)
Jan Keßler, Popularkirchenmusiker (Tenor, Bass)
Gerhard Janke, Pastor (Bass)

Himmel, Erde, Luft und Meer
zeugen von des Schöpfers Ehr;
meine Seele singe du,
bring auch jetzt dein Lob herzu.

Seht das große Sonnenlicht,
wie es durch die Wolken bricht;
auch der Mond, der Sterne Pracht
jauchzen Gott bei stiller Nacht.

Seht, wie Gott der Erde Ball
hat gezieret überall.
Wälder, Felder, jedes Tier
zeigen Gottes Finger hier.

Seht, wie fliegt der Vögel Schar
in den Lüften Paar bei Paar.
Blitz und Donner, Hagel, Wind
seines Willens Diener sind.

Seht, der Wasserwellen Lauf,
wie sie steigen ab und auf;
von der Quelle bis zum Meer
rauschen sie des Schöpfers Ehr.

Ach mein Gott, wie wunderbar
stellst du dich der Seele dar.
Drücke stets in meinen Sinn,
was du bist und was ich bin.

Text: Joachim Neander 1680
Melodie: Georg Christoph Strattner 1691

Evangelisches Gesangbuch 504