Janina Förster verlässt krankheitsbedingt EJS und Cornelius-Gemeinde

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„Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“

Ob nun von Mark Twain oder John Lennon, dieses Zitat ist nur zu wahr, wie ich gerade wieder feststellte. Gerade schmiedeten Angela Lindmüller und ich noch Pläne für den Lebendigen Adventskalender 2017 und mit den Jugendlichen hatten Nico Paasch und ich so viel Schönes vor. Nun ist mein Auflösungsvertrag schon unterschrieben und wirksam.

Neben meiner Arbeit habe ich noch eine andere Sache, die mich seit einigen Jahren Tag für Tag beschäftigt: meine Krankheit. Ich habe MS. Multiple Sklerose. Daran sterben, Gott sei Dank, nur sehr wenige und doch kann diese Erkrankung des zentralen Nervensystems alles im Körper beeinträchtigen. Bei mir sind das vor allem meine Beinmuskeln und meine kognitive Leistungsfähigkeit. Ein weiteres ganz typisches MS-Symptom ist eine große Müdigkeit, die den Körper in den Ruhezustand zwingt und zwar augenblicklich.

Ich hatte gedacht und gehofft, dass ich trotz dieser Belastung eine halbe Stelle in der Jugendarbeit wuppen könnte. Doch gerade die unregelmäßigen und zumeist späten Arbeitszeiten waren offenbar zuviel für meinen Körper. Im letzten halben Jahr war ich gefühlt alle vier Wochen krank und bekam kaum noch einen Fuß an den Boden bei unseren Jugendlichen. Termine mussten ausfallen, Veranstaltungen mit deutlich weniger Vorlauf vorbreitet und angeworben werden. Das entspricht nicht meinem Anspruch an gute Jugendarbeit und konnte so auf Dauer nicht funktionieren. Darum habe ich mich nun schweren Herzens dazu entschlossen, diese tolle Stelle als Jugendmitarbeiterin der EJS in der Cornelius-Kirchengemeinde aufzugeben und suche nun eine Anstellung mit vorwiegend schreibender Tätigkeit. Denn als studierte Germanistin schlägt mein Herz nach wie vor auch für Recherche und selbst verfasste Artikel sowie für Interviews und Biografien. Ich bin mir sicher, dass Gott für mich irgendwo einen guten Platz hat, an dem die beruflichen Anforderungen meinen Kräften entsprechen.

Ich bleibe aber Prädikantin der Cornelius-Kirche und freue mich, dieser wunderbaren Gemeinde in dieser Funktion immer mal wieder das, was ich so gerne (und ich glaube, auch gut) tue, zur Verfügung stellen zu können und Ihnen und Euch zu begegnen. Bis dahin wünsche ich Ihnen und Euch Gottes reichen Segen!

Ihre/Eure Janina Förster